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Herbstzeit ist Erkältungszeit für Hunde

Schlägt im Herbst das Wetter um, treten nicht nur beim Menschen häufig Grippesymptome wie Halsschmerzen, Husten und Schnupfen auf. Auch Hunde können unter Erkältungen leiden. Du solltest diese Erkrankung bei deinem Vierbeiner nicht unterschätzen, musst allerdings nicht bei den kleinsten Anzeichen einen Tierarzt aufsuchen. Wann du welche Hausmittel einsetzen kannst und was du bei einer Erkältung deines Hundes grundsätzlich beachten solltest, erfährst du in den nachfolgenden Abschnitten.

Warum Hunde niesen

Vielleicht ist dir bereits in den vorigen Wochen oder Monaten aufgefallen, dass dein Hund manchmal niest. Dieses Symptom sagt nicht zwangsläufig aus, dass er erkältet ist. Anders als Menschen niest dein Vierbeiner nämlich auch gelegentlich, wenn er sich auf dem Boden gewälzt hat oder nach der Körperhygiene. Hierbei handelt es sich um sogenannte Übersprungshandlungen, die dein Vierbeiner nicht kontrollieren kann. Sogar wenn dein Hund verunsichert oder gestresst ist, ist ein einmaliges Niesen möglich. Darüber musst du dir ebenso wenig Gedanken machen. Anders sieht es aus, wenn das Niesen mehrmals nacheinander erfolgt, wenn bei deinem Hund die Nase läuft oder wenn du gleichzeitig andere Krankheitssymptome für eine Erkältung erkennst. Dann solltest du zeitnah handeln.

Weitere Erkältungsanzeichen beim Hund

Tritt neben dem Schnupfen bei deinem Hund ein Husten auf, kannst du dir sicher sein, dass er an einer Erkältung leidet. Falls sein Hals schmerzt, würgt er eventuell. Wenn es sich dein Vierbeiner von dir gefallen lässt, sieh ihm in den Rachen, zieh dabei vorsichtig die Zunge leicht heraus. Möglicherweise ist der Rachen gerötet. Ob du bei diesen Anzeichen einen Tierarzt aufsuchen musst, entscheidet unter anderem die Körpertemperatur deines Hundes. Bei Fieber solltest du mit dem Tierarztbesuch nicht warten. Fühlt sich dein Vierbeiner bis auf die Erkältung sichtlich wohl und frisst er normal, kannst du die Krankheit mit bewährten Hausmitteln zunächst selbst lindern.

Behandlung eines Schnupfens beim Hund

Erkennst du außer der Niesattacken keine weiteren Symptome für eine Erkältung bei deinem Hund, kann es sein, dass es sich um eine andere
Ursache
handelt. Zum Beispiel kann ein Fremdkörper in seiner Nase stecken, den er versucht los zu werden. Oder er leidet an einer Allergie. Wenn du dir unsicher bist, suche den Tierarzt auf. Kommt hingegen eine Erkältung in Betracht, kannst du bei einem wässrig klaren Nasenausfluss versuchen, deinen Hund zum Inhalieren zu bewegen. Dazu setzt du ihn in eine Box, deckst diese mit einem großen Handtuch ab und stellst die Schüssel mit dem Dampfbad davor auf. Zum Inhalieren verwendest du einen Kamillen- oder Thymianaufguss, falls dein Vierbeiner auf diese Kräuter nicht allergisch reagiert. Gib vier Teelöffel getrocknete oder frische Pflanzenteile auf drei Liter kochendes Wasser. Falls du diese nicht im Garten hast, besorge sie in der Apotheke oder greife auf Teebeutel zurück. Lass deinen Hund so lange inhalieren, bis der Aufguss abgekühlt ist. Falls er dieser Prozedur noch nie ausgesetzt war, reagiert er eventuell panisch. Schließlich sind ihm die Hitze und der Geruch der ätherischen Öle ungewohnt. Beruhige ihn, indem du deinen Kopf ebenfalls unter das Handtuch hältst und streichle ihn. Den wässrigen Nasenausfluss, der sich ansammelt, entfernst du regelmäßig mit einem sauberen Tuch, damit dieser die Haut nicht reizt.

Husten beim Hund

Hustet dein Hund, kann eine andere Ursache als eine Erkältung dahinter stecken. Tritt dieses Symptom nach körperlicher Anstrengung oder insbesondere nachts oder am Morgen auf, kann eine Herzerkrankung ursächlich sein. Auch ein Zwingerhusten, der von Artgenossen übertragen wurde beziehungsweise ein verschluckter Fremdkörper können das Husten auslösen. Sofern du dir das Husten nicht eindeutig erklären kannst, wende dich an den Tierarzt deines Vertrauens.

Behandlung von Husten beim Hund

Bist du dir sicher, dass dein Hund erkältet ist, probiere es mit dem Inhalieren. Welche Wirkstoffe sich eignen, hast du gerade erfahren. Ebenso kannst du deinem Hund aus Heilkräutern einen Tee zubereiten. Verwende Salbei, Kamille, Thymian oder Spitzwegerich. Besonders begeistert wird er nicht sein, du musst dich bei der Auswahl wahrscheinlich nach dem Geschmack deines Vierbeiners richten. Gib ihm zusätzlich viel frisches Wasser.

Weitere Maßnahmen, die du bei einer Erkältung deines Hundes treffen solltest

Prüfe den Schlafplatz deines Hundes auf Windzug. Willst du ganz sicher gehen, stelle eine brennende Kerze auf. Den Hund hältst du währenddessen natürlich von seinem Bett fern. Flackert die Flamme, suchst du für das Hundebett einen anderen Platz. Schone deinen Vierbeiner und lass ihn schlafen, wenn ihm danach ist. Vermeide lange Spaziergänge und große körperliche Anstrengungen. Halte den Hals deines Hundes mit einem weichen Schalwarm. Bessert sich die Erkältung innerhalb der nächsten zwei Tage nicht, verschlimmern sich die Symptome, erscheint dir der Nasenausfluss gelbgrün und zäh oder kommt Fieber hinzu, suchst du den Tierarzt auf. Er kann schleimlösende und fiebersenkende Medikamente verschreiben. Falls die Erkältung durch Bakterien ausgelöst wurde oder bakterielle Entzündungen als Folge der Erkältung auftreten, kann ein Antibiotikum das Mittel der Wahl sein.

Tips Tipps

Erkältungen bei Hunden gehören zwar nicht zu den Notfällen, dennoch sind sie unangenehm und beeinträchtigen das Wohlbefinden. Lass deinem Vierbeiner in dieser Zeit Schonung und ganz viele Streicheleinheiten zukommen.

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