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Die Französische Bulldogge – Aufgeweckt und äußerst sympathisch

Rasseporträt

Du suchst nach einem Hund, der aufgrund seines aufgeschlossenen Wesens gut ankommt und den du ganz bequem überall hin mitnehmen kannst? Dann könnte die Französische Bulldogge für dich die richtige Rasse sein. Wenngleich sie optisch polarisiert, ist sie hierzulande die derzeit am meisten verbreitete.

Herkunft

Die Französische Bulldogge stammt von der Englischen Bulldogge ab, die zur Belustigung und zum Geldverdienen für Hundekämpfe verwendet wurde. Nachdem diese verboten waren, verpaarte man die kleineren Exemplare miteinander und selektierte die friedlichen, um mit ihnen weiter zu züchten. Während in Frankreich Terrier eingekreuzt wurden, damit die Hunde für die Jagd taugten, führten englische Weber und Spitzenklöppler die kleinen Bulldoggen im Jahr 1836 auf einer Hundeausstellung vor. Es dauerte einige Jahrzehnte, bis auch diese Bulldoggen nach Frankreich gelangten, wo man sie wahrscheinlich mit dem Mops und anderen Rassen einkreuzte. Besonderes Merkmal waren ab sofort die aufrecht stehenden Ohren, die anderenorts nur wenig Zustimmung fanden.

Im Jahr 1880 gründete sich der erste Verein für Französische Bulldoggen, die seinerzeit als Terrier Boules bezeichnet wurden. Fünf Jahre später erfolgten erste Eintragungen ins Zuchtbuch, weitere drei Jahre danach war der Rassestandard festgelegt. Mit der Zucht der Französischen Bulldogge verdienten sich Menschen aus der Unterschicht einige Notgroschen. Das Ansehen der Rasse änderte sich, als der englische König Eduart II. ein weißes Exemplar erwarb. Seitdem erlangte die Französische Bulldogge weltweite Bekanntheit. 1954 erkannte die FCI die Rasse an.

Äußeres Erscheinungsbild

Die Französische Bulldogge wird zwischen 30 und 40 Zentimeter groß und besitzt ein Gewicht von etwa 14 Kilogramm. Kopf und Rumpf sind kompakt, breit und eckig, dennoch wirkt die Rasse beweglich. Die Muskulatur ist ganzheitlich gut ausgeprägt.

Der Unterkiefer des kurzen Fangs steht über den Oberkiefer hinaus, so dass es zum Unterbiss kommt. Die Zunge darf nicht heraushängen. Die Fledermausohren stehen aufrecht und sind an den Spitzen abgerundet. Die kurze, gerade Rute ist tief angesetzt.

Als Fellfarben sind fawn, gestromt sowie gescheckt erlaubt. Black & tan, blau und braun werden von der FCI nicht anerkannt. Ein Unterfell ist nicht vorhanden. Das Haar ist glatt und kurz, es fühlt sich weich an. Vor extremen Temperaturen schützt es nur wenig.

Wesensmerkmale

Die Französische Bulldogge wird als temperamentvoll und aufgeweckt beschrieben. Trotzdem kannst du sie gut erziehen, weil sie konzentriert und scharfsinnig mitarbeitet. Da sie sehr anhänglich ist, möchte sie dich den ganzen Tag begleiten. In ihrem „Rudel“ fühlt sie sich wohl, wobei sie nicht ständig im Mittelpunkt stehen muss. Da dein Hund gern beschäftigt werden möchte, kannst du ihm Kunststücke beibringen. Für besondere sportliche Aktivitäten eignet er sich leider nur bedingt. Zu den Langstreckenläufern zählt er ebenso wenig wie zu den ausdauernden Fußballspielern. Ein Balljunkie ist er trotzdem. Beim Spiel musst du aufpassen, dass er nicht überdreht.

Erziehung

Sieht dich dein kleiner Charmeur mit treuem Hundeblick an, verzeihst du ihm jeden Unsinn. Doch lass dich von ihm nicht um den Finger wickeln. Dein Hund weiß ganz genau, was er sich bei dir erlauben darf. Wenn du ihm keine Grenzen aufzeigst, kann das Zusammenleben für euch beide stressig werden. Beginne schon im Welpenalter, deine Fellnase an die Alltagsregeln zu gewöhnen. Bis die Rasse stubenrein ist, kann es eine Weile dauern. Das liegt daran, dass sich der aktive Hund hin und wieder vergisst. Gib nicht vorschnell auf und übe dich in Geduld. Halte unbedingt am zeitlichen Rhythmus fest, um deinen Bully vor die Tür zu lassen. Falls doch einmal ein Malheur passiert, bestrafe ihn nicht. Die Französische Bulldogge ist dem Menschen sehr zugewandt. Sie will dir gefallen. Deshalb erreichst du in der Erziehung mehr mit positiver Bestärkung. Wenn alles klappt, lobe deinen Hund ausgiebig.

Es kann nicht schaden, wenn dein Frenchy an der Welpenschule teilnimmt. Als Bulldogge besitzt er eine andere Körpersprache als beispielsweise der Dackel und der Husky. Auf spielerische Art lernt er andere Artgenossen kennen und mit ihnen zu kommunizieren. Wenn dein mutiger Hund zu stark „nach vorn geht“, muss er in die Schranken gewiesen werden. Ob du ihn an weiteren Kursen teilnehmen lässt, bleibt dir überlassen. Mit etwas Hundeerfahrung kannst du deine Französische Bulldogge selbst erziehen. Auch wenn man es ihr nicht unbedingt ansieht, zeigt sie sich sehr lernwillig. Falls sie Kommandos nicht sofort ausführt, liegt das meist nicht an ihrer Begriffsstutzigkeit, sondern an ihrem Sturkopf. Bleib gelassen und setze anstelle einer lauten Stimme deine Körpersprache ein. Trainiere nur dann mit deinem Hund, wenn du dich souverän und ausgeglichen fühlst. Nach einem hektischen Tag kann ein vorheriger gemeinsamer Spaziergang hilfreich sein, weil er deinen Stress abbaut.

Pflege

Die Fellpflege gestaltet sich bei der Französischen Bulldogge eher unproblematisch. In den kurzen glatten Haaren sammelt sich kaum Schmutz an und wenn doch, dann bürstet du ihn aus oder reibst ihn mit dem Handtuch ab. Hat sich deine Fellnase in Aas gewälzt, ist das Duschen angebracht. Verwende ein mildes Hundeshampoo, da die Haut bei Französischen Bulldoggen oft sensibel reagiert und zu Entzündungen neigt.

Den Falten im Gesicht solltest du Aufmerksamkeit schenken. Da sich in ihnen die Feuchtigkeit hält, bieten sie Keimen einen Nährboden. Wische sie regelmäßig aus. Verwende ein pH-neutrales Hautpflegemittel, das du auch für die Ohren benutzen kannst. Auch den äußeren Gehörgängen solltest du Pflege zukommen lassen. Wenngleich die Rasse Stehohren besitzt, kommt es durch Schmutzansammlungen häufiger zu Ohrenentzündungen.

Kontrolliere die Zwischenzehenräume und die Krallen. Kürze Letztere ein, wenn sie zu lang geworden sind. Im Winter pflegst du die Ballen vor jedem Spaziergang mit einer Pfotenpflege, damit die empfindliche Haut nicht durch Eis und Streugut beschädigt wird.

Krankheiten

Wie jede plattnasige Rasse zeigt die Französische Bulldogge häufig Atemprobleme und damit zusammenhängende Folgeerkrankungen. Letztere entstehen, weil die Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. So kann es zur Epilepsie und zu Kreislaufproblemen kommen. Du kannst das Risiko mindern, indem du deinen Hund beim seriösen Züchter erwirbst. Dieser verpaart ausschließlich gesunde Elterntiere mit einer freien Atmung. Wenn du beim Kauf deines Welpen sparst und ihn ohne Papiere erwirbst, kann es passieren, dass du das Geld später in die Therapie investierst. Operationen des Gaumensegels und der Weichteile der Nase sind richtig teuer. Und dein Hund muss leiden. Deswegen überlege dir genau, woher er stammen soll.

Auch weitere erblich bedingte Erkrankungen wie Missbildungen der Keilwirbel und herausrutschende Kniescheiben kannst du vermeiden, wenn dein Hund von gesunden Elterntieren abstammt. Falls derartige Krankheiten therapiert werden müssen, übernehmen Hunde-Krankenversicherungen die Kosten meist nicht, weil sie ihrer Ansicht nach vermeidbar gewesen wären.

Im Vergleich zu anderen Bulldoggen ist die Französische Bulldogge ansonsten bis auf die Neigung zu Allergien relativ robust, wenn du ihr eine gute Pflege zukommen lässt. Futtermittelunverträglichkeiten kannst du vorbeugen, wenn du ein hochwertiges Hundefutter verwendest. Das findest du beispielsweise bei https://zuechter24.com/.

Tips Tipps: Schon gewusst?

Bei Rassen mit einer kurzen Nase ist es sinnvoll, anstelle eines Halsbandes ein Geschirr zu verwenden. Dieses verteilt den Druck auf den Brustbereich und behindert die Atmung nicht zusätzlich.

 

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