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Angst beim Hund oder Angsthund? – Tipps für den Halter mit dem Umgang des Vierbeiners

Angst ist ein häufiger Grund dafür, dass Hunde zubeißen. Vorher senden sie Signale, die du kennen solltest. Außerdem erfährst du, was einen ängstlichen Hund zum Angsthund macht und wie du mit ihm umgehst.

Ursachen

Normalerweise ist die Angst eine hilfreiche Reaktion. Sie animiert in riskanten Situationen zur Flucht und verhindert so Unfälle und Verletzungen, die beispielsweise durch Selbstüberschätzung entstehen. Die einmal entstandene Verknüpfung im Gehirn bleibt ein Leben lang bestehen. Tritt die bekannte Situation erneut ein, wird der Alarm-Knopf ausgelöst. Was sich im Allgemeinen als praktisch erweist, weil es Zeit erspart, kann gelegentlich ins Gegenteil umschlagen. Denn bei übertriebener Angst steigert sich das Prinzip so weit, dass sich aus der überlebenswichtigen Strategie ein chronischer Zustand oder die Panikattacke entwickelt.

Wie kommt es dazu?

Das Alarmsystem ist von Natur aus bei Hunden unterschiedlich ausgeprägt. Bestimmte Rassen neigen eher zu Ängsten oder reagieren heftiger auf Geräusche. Allerdings spielen neben der genetischen Disposition die unzureichende Sozialisierung und Traumata eine wichtige Rolle. Wurde der Hund zum Beispiel misshandelt, reagiert er auf bestimmte Menschentypen misstrauisch oder meidet sie. Wird ihm letztere Möglichkeit nicht gegeben, beißt er eventuell zu.

Was passiert im Organismus?

Im Körper des Hundes spielen verschiedene Hormone und Neurotransmitter zusammen, die sich im Ruhezustand in der Balance befinden. Bei Angst schüttet das Gehirn vorwiegend Katacholamine aus. Sie bewirken, dass der Blutdruck ansteigt, die Herztätigkeit zunimmt, die Muskulatur durchblutet wird und innerhalb kurzer Zeit viel Glucose freigesetzt wird. Erhält der Körper hiervon zu viel, verspannen die Muskeln, der Hund fühlt sich gereizt und kann sich schlecht konzentrieren.

Symptome

Jeder Hund geht mit seiner Angst individuell um. Doch es gibt frühe Anzeichen, die du nicht unterschätzen solltest. Dazu zählen Veränderungen in der Körpersprache und Lautäußerungen wie das Einfrieren des Körpers infolge von Muskelverspannungen
vermehrtes Speicheln

  • Zittern
  • Unruhe
  • minimale Bewegungen der Ohren und Lefzen
  • aber auch Beschwichtigungssignale, beispielsweise mit der Rute
  • Verdauungsprobleme und Durchfall
  • Winseln, Knurren oder Bellen.

Tipps für den Umgang im Alltag

Je schneller du dich mit dem Thema Angst und den Therapiemöglichkeiten auseinandersetzt, desto schneller geht es deiner Fellnase besser. Dränge dich dem Hund auf keinen Fall auf, wenn er das Bedürfnis nach Rückzug hat. Gib ihm die Möglichkeit, von sich aus den Kontakt mit dir zu suchen. Führe im Alltag Rituale ein, halte dich nach Möglichkeit an feste Zeiten zum Spazieren, Füttern und Spielen. Ein ängstlicher Hund gewöhnt sich an deinen Alltag und ist weniger gestresst. Dann kannst du ihn Schritt für Schritt an belastende Situationen heranführen und ihn kleine Mutprobem bestehen lassen. Beispielsweise trainierst du mit ihm seine Geschicklich und stärkst sein Selbstvertrauen.

Wenn du einen Angsthund hast, der mit starken Symptomen reagiert, wirst du das Problem nicht allein lösen können. Such dir fachlich kompetente Hilfe, die verschiedene Methoden kennt. Dann lässt sich das Training individuell auf deinen Hund abstimmen. Unter anderem kann die Gegenkonditionierung die richtige Variante sein. Zusätzlich muss der Hund eigene Handlungsstrategien erlernen, um mit seiner Angst umzugehen. Hierbei handelt es sich um Alternativen, die ihn von seinen Emotionen ablenken. Beim ängstlichen Hund und beim Angsthund bewährt sich die passive Entspannung, bei der wiederum du aktiv wirst. Massiere deinen Hund in angenehmer Weise, indem du Griffe aus dem Tellington-Touch verwendest. Gegebenenfalls lässt du deiner Fellnase pflanzliche Präparate zur Entspannung empfehlen.

 

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